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Tierschutz - Jagd

Weil mir nicht nur meine eigenen Tiere, sondern auch wildlebende Enten sehr am Herzen liegen, hab ich im folgenden ein paar Zitate aus dem Buch "Vom Widersinn der Jagd" von Carlo Consiglio (Ordinarius für Zoologie an der Uni in Rom) abgeschrieben.
Bei dem ersten Beitrag bin ich mir nicht sicher, ob die beschriebene Praxis nicht inzwischen verboten ist. Ich weiss allerdings, dass Jagdhunde nach wie vor so trainiert werden.

Ausbildung der Jagdhunde an der "lebenden Ente"

Mit Zähnen und Klauen verteidigt der Jagdgebrauchshundverband e.V. (JGHV) seit Jahren sein überkommenes Prüfungsfach an künstlich flugunfähig gemachten Enten.
(Anmerkung d.V.: Darunter darf man sich Enten vorstellen, denen die Flügel gebrochen werden. Die werden dann ins Wasser geworfen, und der Hund muss sie apportieren.)
Unter dem Druck der Öffentlichkeit verzichtet man nach wie vor nicht darauf, lenkt allerdings gerne davon ab und gewährt Aussenstehenden keine Einblicke.
Die Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden an künstlich flugunfähig gemachten Entenist derzeit in Hessen, Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein verboten. In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfahlen und Niedersachsen bestehen Sondervereinbarungen, in Rheinland-Pfalz ist die derzeitige Lage unklar. Im europäischen Ausland ist das JGHV-Verfahren an lebenden Enten überwiegend verboten.
Realistischerweise muss man davon ausgehen, dass heute noch Jahr für Jahr - trotz verschärfter Überwachung - schätzungsweise 70000 lebende Enten jährlich für die Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden regelrecht "verbraucht" werden.

Millionen vergifteter Enten

.... Im Bezirk Rheinau-Freistetten fanden sich auf dem Grund der Gewässer, an denen die Entenjagd ausgeübt wird, in bis zu ein Meter Entfernung vom Ufer zwischen 1740-2020 Bleischrotkugeln pro qm!
Viele Wasservögel nehmen diese Bleikügelchen bei der Nahrungsaufnahme zusammen mit den Insekten und Algen auf. Besonders betroffen sind die Enten, denn zur Verdauung brauchen sie kleine Kieselsteine, die sie vom Boden aufnehmen und schlucken. Enten können zwischen gefährlichen Schrotkörnern und harmlosen Steinchen nicht unterscheiden. Werden diese Schrote von den Wasservögeln geschluckt, zersetzt die Magensäure das Blei in lösliches Bleisalz, das in den Blutkreislauf gelangt und sich in den Nieren und der leber anreichert und dadurch zu einer schweren, möglicherweise tödlich verlaufenden Vergiftung führt. Tiere, die unter Bleivergiftung leiden, werden flugunfähig; die Flügel hängen schlaff am Körper herab und die Füsse können das Körpergewicht nicht mehr tragen. Schwäne vermögen nicht mehr den Hals aufzurichten. Eine Bleivergiftung kann zu Muskellähmungen führen. Diese wirken sich in Form einer reduzierten peristaltischen Tätigkeit auch auf den Darm aus. Die Folge sind Verdauungsstörungen, die Gallenblase bläht sich auf, die Ausscheidungen werden grün und wässrig. Man erkennt diese Vögel an ihrem grün beschmierten Gefieder in der Aftergegend und an ihrem ausgemergelten Allgemeinzustand.
Eine Stockente, die eine Bleikugel Kaliber 6 verschluckt, hat eine Überlebenschance von schätzungsweise 88%, schluckt sie zwei, sinken ihre Chancen auf 56%, und bei drei Kugeln sind es nur noch 34%.

Verletzte Tiere

Jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung

.... Verschiedene Autoren haben versucht, durch Beobachtung der Jäger zu Schätzwerten über die Zahl der jagdbedingt verletzten Vögel zu gelangen. Ausserdem haben sie die abgeschossenen, aber nicht eingesammelten Vögel gezählt und ins Verhältnis zur tatsächlichen Jagdausbeute gesetzt .... ergab sich, dass die Zahl der jagdbedingt verletzten Vögel sehr hoch sein muss. In einigen Fällen (z.B. bei Ringelgans und Truthahn) liegt sie sogar über der Zahl der tatsächlich erlegten Tiere. Legen wir nun eine vorsichtig geschätzte Zahl von 20% zugrunde und ziehen wir ferner in Betracht, dass die Jäger in Italien ... Jahr für Jahr 175 Millionen Tiere erlegen, dann folgt daraus, dass es jährlich 35 Millionen jagdbedingt verletzte Tiere gibt. In den USA wird allein für die Stockente die Zahl der jagdbedingt verletzten Tiere auf 1 Million geschätzt.

  admin: b1 at clauss.name