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Der Teich

Immer wieder kommt die Frage: Brauchen Enten einen Teich?
Die Antwort lautet einfach: Ja!
Enten sind Wasservögel. Wer Laufenten mal auf einem grösseren Gewässer beobachtet hat, weiss mit welcher Begeisterung sie schwimmen, plantschen und tauchen.
Wasser in Teichen muss geklärt oder regelmässig gewechselt werden.
Ein Biotop ist in Kombination mit Enten nicht lange ein Biotop, Tiere sowie Pflanzen werden weggeputzt.
Hat man keinen Teich zur Verfügung, muss man dennoch stets für ausreichend frisches Wasser sorgen; die Enten brauchen es zur Nahrungsaufnahme (Schnecken!) und zur Gefiederpflege.
 

Lucy´s erste Woche - Forumsbeitrag von Lexx
Hallo
Ich schreib Euch meine Erlebnisse der letzten Woche, weil es mich doch recht berührt hat, wie sich meine Lucy innerhalb weniger Tage gewandelt hat. Und vielleicht kann ich Laufineubesitzern damit etwas helfen, wer weiss?
Letzten Freitag haben mein Mann und ich sie abends bei einem Züchter in unserer Nähe abgeholt. Vor lauter Freude eine Ente gefunden zu haben (wer grad selber sucht weiß was ich mein), hab ich einen kleinen (?) Fehler gemacht, ich hab mich nicht nach den bisherigen Haltungsbedingungen erkundigt. Das ist etwas was ich das nächste mal sicher tun werde, das dürfte einige Fragezeichen ersparen.
Den ersten Tag hat Lucy in ihrem Stall verbracht, eine Tür war zu, die zweite haben wir von aussen mit Hasengitter dichtgemacht und sie konnte sich mit Mulder und Scully unterhalten. Am Sonntag dann der grosse Moment, Stall auf und warten. Lucy wollte nicht raus und Mulder hat die Sache in die Hand genommen. Anlauf, rein und der Ente mal zeigen wo der Erpel die Locken hat ;). Hat nach dem dritten Mal in 10 min. geklappt, Lucy kam raus. Damit sie nicht verloren geht, blieb erstmal der Garten dicht (was zu zwei beleidigten Alten geführt hat) und der erste Schock kam. Lucy wollte nicht laufen, nach drei Metern ging ihr die Puste aus, sie saß im Gras und trötete den anderen hinterher. Ausserdem lief sie nur auf dem festen Gartenweg sicher, auf Gras war sie sehr wackelig und unsicher. Im Laufe des Tages legte das sich dann, was wohl am Konditionstraining unseres Erpels lag. Er hat sich an ihrem Nacken angeheftet und den Größenunterschied via umwerfen wettzumachen versucht. Sie hatte allerdings von l´amour den Schnabel voll und gab Gas. Dadurch kannte sie dann unseren Garten und wir wussten wie lustig ein hoppelnder Stock-Laufentenerpel aussieht. Und kamen dahinter, das ihr Auslauf wohl vorher nicht sonderlich gross und ohne Gras gewesen war. Ausserdem war sie fast mager, sie frass nur etwas Nudeln und das war´s. Erst dachte ich das ich mich evtl. täusche, hab mir dann nochmal die Bilder von Björns Homepage und anderer Laufis hier im Forum angeschaut und war mir sicher, sie ist mager. Durchfall hatte sie keinen, nur eben keinen Appetit und irgendwie keine Muskelmasse.
Als nächstes fiel mir auf, wie schlecht ihr Gefieder im Vergleich zu den anderen aussah, matt und verklebt. Gut, schließlich war sie etwa 36 Stunden im Stall gewesen und ihr Wassernapf war nicht groß genug um drin zu baden. Am Montag ging mir dann auf, das Lucy überhaupt nicht baden wollte. Ihre Federn reinigte sie nur via Schnabel ins Planschbecken und bisserl nassmachen. Ihre Füsse und ihr Schanbel waren auch ständig dreckverklebt. Wenn die anderen am Planschen waren stand sie nur daneben und tippelte nervös von einem Platschfuß auf den anderen. Erst am Dienstag saß sie mal kurz in der Wanne und hüpfte nach einer Minute wieder raus. Mittags hab ich dann beschlossen, das sie mal den Bach kennenlernen muss, also Gartentür auf und warten. Nach drei Stunden musste ich feststellen, das Mulder und Scully wohl den Weg vergessen hatten und mein Mann und ich haben die drei vorsichtig aus dem Garten getrieben. Etwas schwierig, weil Lucy da noch fast panische Angst vor Menschen hatte.
Am Bach dann das Erlebnis!!!
Erst stand sie wieder tippelnd und ängstlich trötend da (wir waren im Hintergrund), während die anderen Gas gaben. Sie wollte einfach nicht ins Wasser. Wieder war es Mulder, der Abhilfe schuf. Er erwischte sie am Flügel und PLATSCH!!!
Ich schwöre, es gibt nichts schöneres als wenn einer Ente auffällt das sie a) ein Wasservogel ist und b) SCHWIMMEN kann!
Von Minute zu Minute hat sie mehr aufgedreht. Erst etwas paddeln, dann im Schlamm gründeln und die ersten Tauchversuche. Echt ein toller Anblick. Von ihren ersten Bachbesuchen kam sie patschnaß zurück, baden und einfetten will halt gelernt sein.
Jetzt, nach einer Woche, rennt sie vor den anderen her (ohne schnaufen), badet für ihr Leben gern (auch im Planschbecken), putzt sich richtig, frisst wie ein Scheunendrescher (nicht nur Nudeln) und lässt mich schon auf einen Meter an sich ran ohne ängstlich zu tröten (am Anfang ging bei 5 Metern das Geschrei los), vermutlich weil ich sie in ruhe lass und sie sieht, das Mulder und Scully mir vertrauen. Sie hat jetzt schon etwas zugenommen und ihr Gefieder glänzt. Dreckiger Schnabel und Füße gehören auch der Vergangenheit an. Am meisten haben dazu wohl meine zwei Alten beigetragen, mit Scully durchwühlt sie jedes Eck im Garten, lässt sich von ihr die besten Leckereien zeigen und Mulder wartet jetzt immer auf sie, wenn sie mal den Anschluß verliert (Dienstag ist sie noch zweimal im Bach vergessen worden und ich hab sie mit den beiden Anderen abgeholt). Sie geht auch schon allein in ihren Stall und Mulder schläft heute das erste mal bei ihr (Scully steht glaub ich kurz vor Brutbeginn), jedenfalls saß er vorhin von selbst bei ihr drin. Nichts erinnert mehr an das Häufchen Ente, das Sonntag zum ersten mal unsicher durch unseren Garten gewackelt ist.
Diese Erfahrung wollt ich einfach mit Euch teilen, auch wenn es geschrieben nicht so toll klingt wie es anzuschauen war.

Liebe Grüsslis... Lexx

  admin: b1 at clauss.name