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Quaakpack
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Quaakpack - Gonzo

Gonzo


 
Also Gonzo, der war ein Bild von einem Erpel. Von einem herrlich dunklen Braun, vom Scheitel bis zu den Latschen. Sein Schnabel war tiefolive, mit einem kecken kleinen Knubbel an der Spitze, der beim Bohren im Schlamm sehr nützlich war. Die Latschen hatten die gleiche Farbe wie der Schnabel, vielleicht noch einen Quack dunkler. Das Hinterende zierte eine frech gekringelte, doppelte Erpelfeder, die er mit völliger Gelassen- und Beiläufigkeit trug (obwohl er natürlich stolz drauf war wie der Schellenkönig, aber das hätte er nie zugegeben).
 
Die Anekdoten von McEntosh, Gonzo, Kalydikia und vielen anderen kennt jede auch nur einigermassen gebildete Laufente. Auch wenn unsere Familien oft weit auseinander wohnen, werden die Geschichten seit jeher von Ente zu Ente, von Ente zu Küken und von Erpel zu Erpel weiter erzählt. Oder was denkt Ihr, was wir den ganzen Tag miteinander so eifrig schnattern? Glaubt wohl, das ist nur Tratsch und Geschimpfe? Belangloses Zeug? Quaaatsch! Geht wohl wieder mal nur von Euch selber aus!
 
Wenn wir nicht grade philosophische Betrachtungen über den Lauf des Wassers oder wissenschaftliche Erkentnisse über den Einfluss der Sonnenflecken auf den Geschmack des gemeinen Tigerschnegels austauschen, dann verquaaken wir die Legenden und Geschichten, die uns schon erzählt wurden als wir noch so klein waren, dass wir in ein Ei gepasst haben und uns sogar da drin noch bequem umdrehen konnten. Verstanden haben wir wahrscheinlich davon damals noch nicht so viel. Aber schon im Ei konnten wir nicht genug davon kriegen und haben solang gepiept und gemosert, bis unsere Ente leise weitererzählt hat. Nur wenn sie ganz arg müde war, hat sie unsere Schale ein klein wenig weiter gedreht, sodass wir gemütlich wegpennen konnten.
 
Jetzt hab ich den Faden schon wieder verloren, also: Das wirklich Aussergewöhnliche, das Gonzo von allen anderen, dunkelbraunen und stolzen und starken Erpeln unterschied, das war der der Fleck auf seiner Entenbrust. Von strahlendem Weiss, und in der Form eines Adlers. Als er ein Küken war, konnt man nur einen groben, zerfransten hellen Klecks erkennen. Seine Mutter sah immer mit einem gewissen Misstrauen auf ihn, denn er war mit 2 Tagen Vorsprung vor allen anderen aus dem Ei gekrochen, was ihr grosse Sorge bereitet hatte. Als die anderen dann endlich durch die Schale knackten und schabten, da war er schon zu den ersten kurzen Touren rund ums Nest aufgebrochen. Was seine Mutter davon hielt, muss ich euch nicht extra erklären. Zwölf Geschwister kamen dann in den folgenden 2 Tagen noch dazu, 4 quietschgelbe, 3 schwarz-gelb gescheckte, und 5 mehroderwenigerschmutzdottergelbe. Dass es bei der Nestbesatzung den ganzen Tag rund ging, könnt Ihr euch vorstellen. Rein in Mutters Federn, raus aus Mutters Federn, rein ins Nest, raus aus dem Nest, Geschichten könnt ich euch erzählen ...
 
... auweia, das Schnarchen hat aufgehört. Jetzt geht nichts mehr, ich muss ein anderes Mal weiter erzählen, wo ist der Buttong, "Speichern" , fix, byby,
 
Euer Samo,
 
und wech......
 

Story: Bjoern Clauss   -   Illustration: Helene Towers
copyright ©: bjoern 2006 - Jegliche Vervielfältigung ohne Zustimmung des Autors nicht gestattet
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